Testberichte Chevrolet
Die Corvette ZR1

Kurz vor dem Verkaufsstart im Sommer in den USA liegen nun die Leistungsdaten der ZR1 fest: der Kompressor-geladene V8 mit 6.2 Litern Hubraum leistet 476 kW/638 PS und verfügt über ein maximales Drehmoment von 819 Newtonmetern. Die Werte für den Verbrauch stehen noch nicht fest, doch die ZR1 soll der verbrauchsgünstigste Vertreter in der Liga der Supersportwagen mit mehr als 600 PS werden. Angetrieben wird die Corvette ZR1 vom stärksten Motor, den General Motors jemals für ein Serienfahrzeug produziert hat. Er ermöglicht der ZR1 eine Höchstgeschwindigkeit von 322 km/h.

"Das wirklich erstaunliche an der Corvette ZR1 ist die Bandbreite der Möglichkeiten, die unsere Entwickler realisiert haben. Trotz des Leistungsangebots bietet der Wagen eine Alltagstauglichkeit, die es dem Kunden ermöglicht, die ZR1 im täglichen Betrieb ebenso zu nutzen, wie auf der Rennstrecke", stellte Ed Peper, General Manager der GM-Division fest. Der 638 PS starke Motor mit Kompressoraufladung überträgt seine Leistung über eine Zweischeibenkupplung mit extrem schnellem Kraftschluss auf ein manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe und über verstärkte Komponenten der Kraftübertragung auf die Hinterräder. Der Motor der Corvette ZR1 entsteht in Handarbeit im General Motors Performance Center in Wixom im US-Bundesstaat Michigan. Dort befindet sich auch die Fertigung des Motors der Corvette Z06 und Hochleistungsmotoren anderer GM Marken.

"Die Entwicklung des ZR1-Antriebs hatte mehr als eine große Zahl von Pferdestärken zum Ziel. Bei umfangreichen Tests für die Langstreckentauglichkeit und Haltbarkeit hat der Motor unter Beweis gestellt, dass er ebenso robust und anspruchslos ist wie jeder andere Motor der Smallblock-Familie von General Motors", stellt Sam Winegarden, verantwortlich für die Antriebstechnik bei GM fest. Der Schlüssel für die Leistungsentwicklung des ZR1-Motors ist die erste serienmäßige Verwendung eines neuen mechanischen Kompressors nach dem System Roots mit einem vergrößerten Volumen und einem Rotor mit vier Wellen. Die Gestaltung des Rotors erlaubt einen ruhigeren Lauf und eine effizientere Leistungsausbeute, während das erhöhte Ladervolumen von 2,3 Liter bei hohen Drehzahlen für den erforderlichen Luftdurchsatz sorgt. Der maximale Ladedruck beträgt 0,72 bar. Der Lader verfügt über eine Ladeluftkühlung.

"Die Verbindung von großem Hubraum des Motors und der Gestaltung des neuen Rotors für den Lader erweitert das Drehzahlband, in dem der Kompressor effizient arbeiten kann. Damit steht mehr Leistung bei niedrigen Drehzahlen ebenso zur Verfügung wie ein breiteres, nutzbares Drehzahlband", erklärt Sam Winegarden. Eine Hutze in der Motorhaube der ZR1 bietet für den Motor den notwendigen Platz, während eine Scheibe aus Polykarbonat in der Mitte der Hutze den Blick auf den darunter liegenden Motor frei gibt

Quelle: Cadillac Europe/Norbert Albrecht
Die Corvette C6

Die neue Corvette schafft es, die klassische Basis zu bewahren, um so die treuen Kunden weiter anzusprechen, entwickelt aber dieses Konzept so konsequent weiter, daß die C6 in allen dynamischen Bereichen Bestwerte setzt. Die neue Corvette ist die schnellste aller Zeiten und verfügt über den stärksten Smallblock-V8 in ihrer Geschichte. Die Corvette als traditionsreichster US-Sportwagen mit mehr als 50jähriger Geschichte darf sich zu den besten Sportwagen der Welt zählen. Die neue Corvette entwickelt die Qualitäten eines reinrassigen Hochleistungssportwagens konsequent weiter. In ihren Anlagen sind die sportlichen Gene wesentlich intensiver berücksichtigt als bei den Vorgängermodellen. Dabei setzte bereits die C5 Glanzlichter im Motorsport. Alleine beim berühmtesten Langstreckenrennen der Welt, den 24 Stunden von Le Mans, siegte die C5R in der LM-GT-Klasse dreimal in 2001, 2002 und 2004.

Von Beginn an hatten die Ingenieure für die sechste Generation einen leistungsfähigen Sportwagen für jedes Umfeld im Auge. Ziel war ein Sportfahrzeug, das auf Rennstrecken nicht nur wendiger und noch fahrstabiler sein sollte, sondern gleichzeitig für den täglichen Gebrauch mehr Komfort bietet. Die neue Corvette kombiniert pure Leistung mit verbessertem Fahrkomfort, hochwertigem Innenraum und geschärftem Äußeren. Mit einer kompakteren Gesamtlänge von 4.435 und einer Breite von 1.844 Millimetern ist die Corvette jetzt 130 Millimeter kürzer und 28 Millimeter schmaler als die C5. Der Radstand wuchs dennoch um 28 Millimeter, das gute Platzangebot im Innenraum blieb erhalten. Das Laderaumvolumen überzeugt - bis zu zwei Golftaschen passen in den Kofferraum. Mit einem Leergewicht ab 1.508 Kilo (Coupé) und 1.517 Kilo (Cabrio) ist die neue Corvette deutlich leichter als ihre Vorgängermodelle. Den Antrieb besorgt der neue LS2-Smallblock- V8 mit sechs Litern Hubraum. Mit 297 kW (404 PS) liegt die Leistung 59 PS höher als beim Vorgängermodell. Das maximale Drehmoment stieg von 509 auf 546 Newtonmeter. Die Spitzengeschwindigkeit beträgt 300 km/h - schneller als bei jedem Serienvorgängermodell. Das Fahrzeug beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 4,1 Sekunden und legt 400 Meter in 12,6 Sekunden zurück. Die dabei erreichte Geschwindigkeit beträgt 183 km/h. Mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,28 ist die C6 die aerodynamisch effizienteste Corvette aller Zeiten. Sie hat verbesserte Abtriebseigenschaften, die die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten erhöhen. Modernste Technologie half dabei, die Silhouette und die Oberflächen so schlank und glatt wie möglich zu gestalten: Das schlüssellose Zugangssystem ersetzt die traditionellen Griffe an mechanischen Türen und der Heckklappe durch Magnetventile und elektronische Stellmotoren. Das abnehmbare Dach, das im unter dem Fließheck im Gepäckraum gelagert werden kann, ist um 15 Prozent länger als bei Vorgängermodellen, wiegt aber nur rund 450 Gramm mehr. Als Option kann ein getöntes Glasdach oder ein zweigeteiltes Dach bestellt werden. Die sechste Generation der Corvette ist als Cabrio serienmäßig mit einem einfach zu öffnenden manuellen Stoffdach ausgestattet, das in drei Farben erhältlich ist. Auf Wunsch ist auch eine elektrische Betätigung erhältlich, die erste seit 1962. Das Soft Top wird mit einem Knopf bedient und öffnet sich in nur 18 Sekunden. Für beide Versionen wird ein Stoff aus fünf Schichten verwendet. Außerdem erhält das Soft Top die exzellenten aerodynamischen Eigenschaften des Fahrzeugs bei dezenten Fahrgeräuschen.

Die Corvette kombiniert klassische Eigenschaften und bewährte Tugenden mit einem ausdrucksstarken neuen Design. Dabei stellte die Aufgabe für das Designteam, eine konsequente, aber gelungene Fortsetzung eines echten automobilen Klassikers zu entwickeln eine anspruchsvolle Herausforderung dar. So übersetzt die neue Corvette mit ausdrucksstarkem Styling gekonnt die Verbindung aus Form, Funktion, Emotion und modernster Technik. Die reduzierten, athletischeren Abmessungen des Fahrzeugs waren der zentrale Faktor für das Design des 21. Jahrhunderts, damit die neue Corvette nicht nur Tradition und Erbe schützt und die Vergangenheit zitiert, sondern auch die formalen Wege für die Zukunft weist. "Die nächste Corvette zu entwerfen ist der Traum eines jeden Konstrukteurs und gleichzeitig eine unglaubliche Herausforderung," erklärt Chefdesigner Tom Peters. "Jeder hat seine persönliche Vorstellung davon, wie die Corvette aussehen soll. Was die Corvette zum Teil so erfolgreich macht, ist das Gespür für Geschichte und Tradition, das in dem Fahrzeug mit schwingt. Wir meinen jedoch, daß die Corvette nach vorne blicken sollte." Die entscheidende Vorgabe für das Außendesign bestand darin, den optischen Auftritt der neuen Corvette so frisch und zeitgemäß zu gestalten und dennoch Zitate des klassischen Designs der "mittleren Jahre" der Corvette-Geschichte zwischen 1963 und 1967 einfließen zu lassen. Jene Form des "Sting Ray", der zweiten Modellgeneration, gilt vielen Fans noch heute als die gelungenste der Modellhistorie. Die zukunftsorientierte, richtungsweisende Form jener Corvette schätzt Tom Peters folgendermaßen ein: "Das Flair und die Persönlichkeit dieser Corvette hat sich bewährt. Sie verfügt über grundlegende ästhetische Attribute, die das Design der Corvette besonders prägen: "Kraft, Klarheit und Einfachheit."

"Das ausdrucksstarke Gesicht prägte schon immer das Image einer Corvette," erklärt Tom Peters. "Und diese Tradition führen wir mit dem neuen, zentrierten Kühlergrill fort. Doch ist der Grill keineswegs nur gestalterisches Element, sondern technische Notwendigkeit. 4 Erfolgte bei der C5 der Lufteinlaß für die Kühlung von Motor und Bremsen zu 100 Prozent über die Fahrzeugunterseite, so führt der Kühler der C6 nun rund 60 Prozent der Kühlluft den entsprechenden Aggregaten zu. Die eigentliche Form des Kühlers zitiert das typische Design der ersten Corvette-Generation. Für leidenschaftliche interne Debatten sorgte die Entscheidung, der Corvette erstmals seit 1962 wieder freistehende Scheinwerfer zu verleihen. Tom Peters: "Wir haben uns schließlich auf freistehende Scheinwerfer geeinigt, weil sie zum Thema der neuen Corvette passen. Schlank, zweckorientiert und leistungsfähig." Die nun sichtbaren Scheinwerfer der neuen Corvette verbinden das prägende gestalterische Element für das Gesicht des Sportwagens mit handfesten Vorteilen. Freistehende Scheinwerfer sind im Gegensatz zu klappbaren leichter, erfordern keine mechanischen Komponenten für die Bedienung, verbessern die Aerodynamik und ermöglichen eine bessere Ausleuchtung des Vorfelds bei erhöhter Lichtleistung. Serienmäßige Xenon- Scheinwerfer spiegeln den derzeit höchsten Standard der Beleuchtungstechnik wider.

Quelle: Cadillac Europe/Norbert Albrecht
Chevrolet mit dem Hot-Rod

Die 40er lassen grüßen. Beim Anblick dieses Mini-Lasters hört man förmlich die Western and Country-Musik, Cowboyhut tragende, Whisky trinkende raue Gesellen streiten im tiefsten texanischen Slang. Genau dieses Feeling soll der SSR vermitteln. Seit vielen Jahren schon, vornehmlich in den USA, werden unter anderem Pick-Ups aus den 20ern bis 50ern als Schrott aufgekauft und völlig auseinander genommen. Das Fahrgestell wird verstärkt, ein satter V8 implantiert und ein Automatikgetriebe an das Aggregat geschraubt (Die Pick-Ups der 40er und 50er hatten meist einen 6-Zylinder mit manuellem Getriebe). Jetzt noch etwas an der Optik und Akustik basteln, also tiefer, breiter und lauter – fertig ist der Hot Rod. Doch Chevrolet dachte sich: Was die Garagenschrauber können, können wir schon lange und entwarfen einen Pick-Up im Retrostil.

Bald darauf ging der Luxus-Truck in Serie. Wohl kaum für Rancher zum Viehtreiben gedacht, noch für Farmer, um ein paar Rollen Stacheldraht zu transportieren. Nein – eher für Yuppies mit gut gefülltem Portefeuille, die in Los Angeles oder Miami die Strandpromenaden auf- und abcruisen.

Die Rechnung von Chevrolet ging auf. Hochgestreckte Daumen von Passanten, staunende Augenpaare, die nur Hunderterweise pro Stunde gezählt wurden, ließen die Verkaufszahlen in nicht erwarteter Höhe steigen. Wer sich dann noch erdreistete, das Ungetüm an der Ampel auf Knopfdruck vom Pick-Up zum Cabrio-Pick-Up mutieren zu lassen, hat die Gucker ganz bestimmt auf seiner Seite. 2005 und zum Modellwechsel 2006 gab es noch einige Modifikationen. Mehr Power, mehr Luxus, mehr Freude. Jetzt präsentiert sich der Retrorenner mit einem 6.0l V8-Aggregat. Satte 400 PS (DIN-PS) beim 6-Gang-Schalter und 395 PS bei der 4-Gang-Automatik sorgen für anständigen Vortrieb.

Gewaltige 542 Newtonmeter katapultieren das Geschoss in eben über fünf Sekunden von Null auf Hundert. Lamborghini und Co müssen schon fest mit den Turnschuhen in den Startlöchern stehen, um am Auspuffrohr zu riechen. Die Abdeckung der Ladefläche ist übrigens ein Muss. Bei über 220 km/h würde der Fahrtwind den Edelrenner von der Straße reißen. Oder Sind Sie Abenteurer und haben gerade einmal 40.000 Dollar in der Tasche. Dann holen Sie sich doch selbst einen über den großen Teich. Wie es geht erklärt Ihnen das Buch…….

Quelle: Cadillac Deutschland/Norbert Albrecht


